Der Club der 25
Dividenden Pure Play
Amundi Stoxx Europe Select Dividend 30 – UCITS ETF Dist
ISIN: LU1812092168 – www.amundietf.de

Telegramm (Q1/2026)
Der ETF ist ausgesprochen gut ins Jahr gestartet, YTD liegt die Performance bei 6,25% +++ tracking error bei lediglich 0,1 % +++ Anteil deutscher Aktien bei 10% +++ Airbus, Boliden und EDP die drei größten Positionen im ETF mit gut 24% +++ größte Einzelbranche Finanzdienstleistungen mit den Schwergewichten HSBC, Nordea Bank, Erste Group, ABN Amro und NN Group

Konzept
Der Fonds ermöglicht Anlegern den Zugang zu 30 dividendenstarken Unternehmen Europas. Ziel des ETFs ist es, die Wertentwicklung des STOXX Europe Select Dividend 30 Index möglichst genau nachzubilden – unabhängig von der Marktrichtung. Dabei wird ein Tracking Error von unter 1 % angestrebt, um eine hohe Nachbildungstreue sicherzustellen. Im Fokus steht die Ausschüttung attraktiver Dividenden. Der Index umfasst solide, ertragsstarke Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern Europas und bietet damit gewisse Diversifikation.
Der ETF richtet sich an Anleger, die regelmäßige Erträge durch Dividendenzahlungen suchen und langfristig an der Entwicklung europäischer Qualitätsunternehmen teilhaben möchten. Als passiv gemanagter Fonds folgt er einem klaren, regelbasierten Ansatz mit transparenten Strukturen und niedrigen Kosten.
Langfristig bietet er die Chance, von der Stabilität und Ertragskraft etablierter europäischer Dividendenunternehmen zu profitieren. Die empfohlene Haltedauer beträgt mindestens fünf Jahre, um die Vorteile des Dividendenansatzes und der Indexnachbildung zu nutzen.
Das FondsFibel-Prädikat

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Leistungsdaten
Ausschüttung
jeweils Dezember, zuletzt 1,33 EUR,
Ausschüttungsrendite 6,03% für 2025
Wertentwicklung
5 Jahre 86,96%,
10 Jahre 127,59%
Annualisierte Rendite
5 Jahre 13,32% p.a.,
10 Jahre 8,56% p.a.
Fondsvolumen
ca. 403 Mio. EUR
Auflegungsdatum
Oktober 2006
Kosten
TER 0,30%
Kommentar
Der Amundi Stoxx Europe Select Dividend 30 – UCITS ETF D ist ein kosteneffizienter ETF, der passiv die Performance des STOXX Europe Select Dividend 30 nachbildet. Im Gegensatz zu herkömmlichen stiftungsgeeigneten Fonds, die aktiv gemanagt werden, bringt das eine Strategie-Diversifikation ins Portfolio. Die knapp 20-jährige Ausschüttungshistorie trifft die Anforderungen von Stiftungen. Der Ansatz bietet Anlegern regelmäßige Ausschüttungen, ohne in aktive Titelselektion zu gehen. Das Verhältnis von Dividende zu Gewinn pro Aktie (EPS) ist bei der Zusammenstellung des Index nach oben gedeckelt, um sicherzustellen, dass die Dividenden aus den Gewinnen finanziert werden. Dieser Wert darf in der Regel maximal 60 % (bei Neuzugängen) betragen. Risiken sind einerseits klassisch aktiengetrieben (mittleres Risiko, SRRI 4), Nutzung effizienter Swap‑Replikation; die laufenden Kosten sind mit ca. 0,30 % p.a. sehr günstig. Empfohlener Anlagehorizont: rund 5 Jahre. Mit einer Risikoklasse von 4 (von 7) eignet sich der ETF für Anleger mit mittelfristigem bis langfristigem Anlagehorizont, die moderate Marktschwankungen akzeptieren.
Ansprechpartner für Stiftungen & NPOs

Jan Müller
Associate Director – Institutional Sales
jan.mueller@amundi.com
Stärken & Schwächen
Stärken: Zielgerichtetes Dividenden‑Exposure: Fokus auf 30 dividendenstarke europäische Titel, daher laufende Ertragskomponente +++ Kosteneffizient: laufende Kosten moderat bei ca. 0,30 % p.a., das auch ohne Mindestinvest +++ Möglichst genaue Abbildung des Index +++ Fokus auf Europa angesichts aktueller Kapitalströme vorteilhaft +++ Outperformance der Benchmark (Referenzindex) in puncto annualisierte Rendite und kumulierte Wertentwicklung in den letzten 10 Jahren +++ Reporting: Monatliches Factsheet, informative Website, ausführlich dokumentierte Performance-Historie, ESG Report
Schwächen: Energieunternehmen wie OMV, Aker BP und Orlen sowie Minenbetreiber wie Rio Tinto im Index, damit Branchen, die viele Stiftungen vermeiden möchten +++ Kein Downside‑Schutz: rein aktiengetriebenes Produkt +++ Eingeschränkte Diversifikation durch geringe Titelauswahl +++ geringe Ausfallrisiken trotz synthetischer Replizierung aufgrund eines täglichen Swap‑Resets +++ Fokus auf Europa relativiert, da globale Unternehmen wie HSBC und Rio Tinto dank deren Sitz in London investierbar sind
ESG-Check
Die Auswahl erfolgt rein nach quantitativen und finanziellen Kennzahlen wie der Dividendenrendite und der Ausschüttungsquote. Der Amundi Stoxx Europe Select Dividend 30 bietet eine transparente und prüfbare Basis für ein ESG‑Assessment: KID, Prospekt und die Index‑Methodik sind offen verfügbar, sodass Anleger gezielt Top‑Holdings und Indexregeln auf Nachhaltigkeitsaspekte untersuchen können. Grundsätzlich berichten die im Index versammelten Unternehmen sehr ausführlich über ESG-Aktivitäten und Transitionsbemühungen.
ESG-Güte

Wertentwicklung und Informations-setup
Performancegüte

Informationsgüte

Einsatzbereich des Fonds im Stiftungsportfolio

Der Fonds im QualiS360-Check
Zur Erklärung – so hilft QualiS360 Stiftungen bei der Fondsanlage weiter:
QualiS360 ist eine Vier-Quadranten-Matrix, die Stiftungen dabei unterstützt, Fonds im Hinblick auf die eigenen Anlageziele zu vergleichen und die sachgerechte Entscheidung zu einem Fonds gegenüber der Stiftungsaufsicht zu dokumentieren. Auch der Vergleich von Fonds untereinander wird aus Stiftungssicht vereinfacht. Die vier Quadranten zeigen, bei welchem Leistungsmerkmal der jeweilige Fonds die stärkste bzw. geringste Ausprägung zeigt. Betrachtet werden die aus Stiftungssicht relevantesten Sphären Ausschüttung (also die Güte des ordentlichen Ertrags), Wertentwicklung (hieran hängen potentielle Umschichtungserlöse), Risiko (übersetzt in die Fähigkeit zum Vermeiden von Drawdowns) und Nachhaltigkeit (gemeint ist ein authentisches Nachhaltigkeitskonzept). Die QualiS360-Matrix wurde in Zusammenarbeit mit stiftungscockpit.de entwickelt.
Ausschüttung & Performance
Zur Erklärung – so hilft die Heat Map „Ausschüttung & Performance“:
Stiftungen beurteilen einen Fonds im Kern oft nach den Kriterien Ausschüttungen und Performance. Ein Fonds, der diese beiden Kernleistungsdaten gut bis sehr gut zusammenbringt, ist oberhalb einer von links oben nach rechts unten gedachten Diagonale angesiedelt (ersichtlich anhand des Punktes). Suchen Stiftungen also Fondsbausteine für ihr Fondsportfolio, kann diese Betrachtung eine einfache Analyse- und Entscheidungshilfe sein. Auch als Kriterium für die Anlagerichtlinie taugt diese Betrachtung durchaus.
Was ist ein stiftungsgeeigneter Fonds?
Den einen passenden stiftungsgeeigneten Fonds gibt es nicht, auch nicht wenn er ‚Stiftung‘ im Namen trägt. Stiftungsgeeignet wird ein Fonds dadurch, dass er für eine seitens der Stiftung definierte Aufgabe ein Leistungsmerkmal mitbringt, über das diese Aufgabe gelöst werden kann.
Für Stiftungen kann es wichtiger sein, nicht den einen für alle Belange und Ziele passenden Fonds zu finden, sondern entlang der stiftungsspezifischen Ziele ein Portfolio-Konzept zu entwickeln. Für dieses Portfolio ist dann eine Asset Allocation zu definieren, und für die definierten Assetklassen, in die investiert werden soll, sind dann die Fonds mit den am besten passenden Leistungsparametern zu finden. Vor der Fondsselektion kommt also die Assetklassen-Selektion, und vor dieser steht das Konzept, das dem Portfolio einer Stiftung die entsprechend dienende Struktur verleiht.
Wie finde ich den passenden Fonds für mein Stiftungsvermögen?
Stiftungen sollten sich zu der von ihr gestellten Aufgabe verschiedene Leistungsmerkmale eines Fonds in der Historie anschauen. Die Wertentwicklung des Fonds pro Jahr seit Auflage, die Ausschüttung des Fonds seit Auflage, die tatsächlichen Drawdowns und durchschnittlichen Kosten (TER) seit Bestehen des Fonds. Im Abgleich damit lässt sich prüfen, ob ein Fonds zur gestellten Aufgabe passt – oder eben nicht.
Welches Analysekriterium zu einem Fonds ist aus Stiftungssicht das Wichtigste?
In den Augen der FondsFibel-Redaktion ist dies die Ausschüttung. Stiftungen brauchen, selbst unter der Nebenbedingung ein sonstiges Vermögen eingerichtet zu haben, ordentliche Erträge für das Verwirklichen ihres Stiftungszwecks. Diese Ausgabengröße zuzüglich der Verwaltungskosten stellt eine Maßgabe für die Einnahmeseite einer Stiftung und damit für den ordentlichen Ertrag des Gesamtportfolios dar. Weite Teile dessen sollten nun über ordentliche Erträge von Fonds abgedeckt sein, weshalb die Analyse der Ausschüttungsgüte mit Ausschüttungsniveau, Ausschüttungsentwicklung und Ausschüttungsreserve aus Stiftungssicht in erster Ebene priorisiert werden sollte.
Die Analysen der Fonds für den Club der 25 wurden von Tobias Karow und Stefan Preuß verfasst.
RECHTLICHER HINWEIS
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