
Das sagt die FondsFibel-Redaktion zum Fonds
Der H2O MultiBonds erweitert das Spektrum ausschüttungsstarker bzw. ausschüttungsorientierter Fonds für Stiftungen um eine interessante Facette für die Anlageklasse Anleihen. Die Strategie ist für Außenstehende auf den ersten Blick in manchen Fällen nicht komplett zu durchdringen, jedoch hat die Strategie in den vergangenen 30 Jahren lediglich in vier Jahren negative Anlageergebnisse produziert. Stiftungsverantwortliche müssen zudem eine gewisse, zum Konzept gehörende Volatilität aushalten können, sich zudem damit anfreunden, dass Konzepte wie das vorliegende vor allem in der langen Frist ihre Stärken voll zum Tragen bringen können. Derlei Anlagekonzepte dürften zudem in vielen Stiftungsportfolien noch unterrepräsentiert sein, woraus durchaus ein neues Diversifikationsmoment erwachsen kann. Um sich zur Positionierung „abholen“ zu lassen, empfehlen sich die Global Makro-Analysen des Hauses.

Das Fondskonzept – die drei Kernpunkte
Mit dem H2O MultiBonds können Stiftungen eine diversifizierende Anleihe-Strategie in ihr Portfolio integrieren, die in der ausschüttenden Tranche als Einkommensbaustein anzusehen ist. H2O setzt unterschiedliche Macrostrategien um, das französische Investmenthaus zählt zu den Spezialisten für diese Art des Investierens.
Grundlage jeder Positionierung ist die Identifizierung großer struktureller Trends, deren Auswirkungen genutzt werden sollen. Zur Illustration, auf welcher Macro-Basis sich der Fonds dann mit einem Mix aus top-down und bottom-up-Analyse konkret positioniert, zwei Beispiele, zunächst ein fiktives: Ein Währungsraum hatte mit Deflation zu kämpfen, die strukturellen Probleme wurden überwunden, das Management geht in seiner Analyse davon aus, dass kurz- oder mittelfristig mit der Aufwertung dieser Währung zu rechnen. Dies würde in eine Long-Position münden, während man in Währungen, die im Vergleich zur Long-Währung abwerten könnten, short geht.
Das FondsFibel-Prädikat

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Was eine Stiftung unbedingt zum Fondskonzept wissen muss
Die Ausschüttung erfolgt einmal jährlich im Mai, ausgeschüttet werden die Couponeinnahmen der Anleihen sowie 50% der Performance. Voraussetzung hierfür ist, dass ausreichend realisierte Kapitalgewinne vorliegen, um diesen Wert zu erreichen.
Die Fondsstrategie funktioniert unabhängig davon, ob die jeweiligen Märkte als Ganzes steigen oder fallen, da es um Korrelationen, Arbitrage und Währungsrelationen geht.
Die ausschüttende Tranche ist für Retailkunden ohne Mindestinvest konzipiert, die TER mit 0,86% sehr fair. Im Gegenzug wird eine performance fee von 25% erhoben. Die Hurdle Rate liegt bei 3% über ESTR. Insti-Tranchen mit geringeren Fees sind verfügbar.
Was muss ich als Stiftung zur Ausschüttungspolitik des Fonds wissen?
Der Global-Macro-Ansatz wird in vorliegender Form seit 30 Jahren verfolgt, die ausschüttende Tranche des MultiBonds war 2020 gelauncht worden. Ziel des Fonds ist es, die ESTR (Euro Short Term Rate, ein Zinsindex der EZB als Referenz-Interbankenzinssatz der Eurozone) um 3% zu übertreffen. Das ist bislang sehr gut gelungen, denn die Performance seit Auflage lag bei 15,29% p.a. Damit wurde die Benchmark um mehr als 10% geschlagen, denn die ESTR lag im gleichen Zeitraum bei durchschnittlich 4,63%.
Die Anleger haben davon durch hohe Ausschüttungen profitiert, da H2O die Coupons der Anleihen und die Hälfte der Kursgewinne auskehrt. In konkreten Zahlen lag die Ausschüttungsrendite in den vergangenen Jahren bei mehr als 10%, der Auszahlungstermin für die 2026er Auskehrung war der 20. Mai. Jedoch unterliegen die Ausschüttungen gewissen Schwankungen, das müssen Stiftungen einkalkulieren, aber selbst im schwierigen Jahr 2022 konnte der Fonds Auskehrungen vornehmen.
Ansprechpartner für Stiftungen & NPOs
Karina Perwald-Leroy
Karina.Perwald-Leroy@h2o-am.com
Zu den Leistungsdaten des Fonds
Performancedaten
Die Performance des Fonds seit Auflage lag bei 15,29% p.a.. Als Performance-Ziel wird ausgegeben, die ESTR (Euro Short Term Rate, ein Zinsindex der EZB als Referenz-Interbankenzinssatz der Eurozone) um 3% zu übertreffen.
Drawdowns
Obwohl es sich um einen Anleihe-Fonds handelt ist der MultiBond in der zweithöchsten Risikoklasse SRRI 6 eingestuft. Das bedeutet hohes Risiko. Das liegt weniger im Ausfallrisiko der Anleihen, denn mit einem Durchschnittsrating von BBB bewegt man sich im Investment Grade. Vielmehr besteht die Gefahr von Fehleinschätzungen, die insbesondere gehebelte Positionen stark im Kurs drücken können und deren Realisierung sich gegebenenfalls nicht vermeiden lässt. Auf hohe Volatilität bis in den zweistelligen Prozentbereich müssen Investoren auf jeden Fall gefasst sein.
TER
Das Kostengerüst für den Fonds beginnt bei einer TER für die Retail-Tranche bei 0,86% p.a.. Kauft eine Stiftung diese Tranche, liegt das Minimum-Investment bei 100.000 EUR. Wechselt eine Stiftung zur Institutionellen-Tranche, staffelt sich die TER entsprechend darunterliegend, die Anlagebeträge müssen dann allerdings deutlich höher ausfallen.
Einsatzbereich des Fonds im Stiftungsportfolio

Der Fonds im QualiS360-Check
Zur Erklärung – so hilft QualiS360 Stiftungen bei der Fondsanlage weiter:
QualiS360 ist eine Vier-Quadranten-Matrix, die Stiftungen dabei unterstützt, Fonds im Hinblick auf die eigenen Anlageziele zu vergleichen und die sachgerechte Entscheidung zu einem Fonds gegenüber der Stiftungsaufsicht zu dokumentieren. Auch der Vergleich von Fonds untereinander wird aus Stiftungssicht vereinfacht. Die vier Quadranten zeigen, bei welchem Leistungsmerkmal der jeweilige Fonds die stärkste bzw. geringste Ausprägung zeigt. Betrachtet werden die aus Stiftungssicht relevantesten Sphären Ausschüttung (also die Güte des ordentlichen Ertrags), Wertentwicklung (hieran hängen potentielle Umschichtungserlöse), Risiko (übersetzt in die Fähigkeit zum Vermeiden von Drawdowns) und Nachhaltigkeit (gemeint ist ein authentisches Nachhaltigkeitskonzept). Die QualiS360-Matrix wurde in Zusammenarbeit mit stiftungscockpit.de entwickelt.
Ausschüttung & Performance
Zur Erklärung – so hilft die Heat Map „Ausschüttung & Performance“:
Stiftungen beurteilen einen Fonds im Kern oft nach den Kriterien Ausschüttungen und Performance. Ein Fonds, der diese beiden Kernleistungsdaten gut bis sehr gut zusammenbringt, ist oberhalb einer von links oben nach rechts unten gedachten Diagonale angesiedelt (ersichtlich anhand des Punktes). Suchen Stiftungen also Fondsbausteine für ihr Fondsportfolio, kann diese Betrachtung eine einfache Analyse- und Entscheidungshilfe sein. Auch als Kriterium für die Anlagerichtlinie taugt diese Betrachtung durchaus.
Was muss ich zum Asset Manager wissen?
H2O Asset Management ist ein erfahrener Player am Kapitalmarkt mit Hauptsitz in Paris und weiteren Büros unter anderem in London und Singapur. Als eigenständige Investment-Boutique im weitgehenden Eigentum der Beschäftigten gibt es H2O seit 16 Jahren, der grundlegende Anlageprozesses wird bereits seit 30 Jahren angewandt und stetig fortentwickelt. Unter Einsatz proprietärer quantitativer Methoden verfolgt das Team einen diskretionären Anlageprozess, der auf einem Top-Down- und Value-Ansatz basiert.
Durch Relative-Value-Strategien in Anleihen und Währungen soll mit dem Fonds ein diversifiziertes Alpha bei gegebenen Risikoeinsatz und Zeithorizont erzielt werden. Als Relative Value Strategien werden Investmentansätze bezeichnet, die darauf abzielen, von Preisdifferenzen oder Fehlbewertungen zwischen zwei verwandten Wertpapieren zu profitieren, wenn man so will eine Form der Arbitrage bei Währungen, Zinsentwicklungen, Volatilitäten oder Korrelationen.
RECHTLICHER HINWEIS
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