Editorial

Sankt Urban hell und rein, bringt viel Korn und guten Wein

Ein paar Stiftungsfondsgedanken

Es gibt ja hunderte dieser Bauernregeln, und viele von diesen beschäftigen sich mit dem Säen und Ernten. Wer richtig sät, wird ordentlich ernten können. Richtig zu säen, das ist jedoch Handwerk und Kunst zugleich. Es braucht hier Erfahrung, es braucht auch ein wenig Glück, es braucht harte Arbeit, es braucht gutes Saatmaterial, es braucht das geeignete Wetter, es braucht heutzutage Maschinen, und es braucht Flexibilität. Vieles davon lässt sich auch auf das Stiftungsvermögen übertragen, vor allem aber zwei Dinge. Einmal muss Stiftungsvermögen bestellt werden wie ein Feld, zum anderen sind die Parameter heute andere als noch vor 50 Jahren, was viel mit den externen Einflüssen zu tun hat.

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Wir haben darüber mit dem Betreiber eines Hofgutes gesprochen, aber bis es zu dem Termin kam, verging einige Zeit. Er musste auf die Sonne reagieren, einmal rief ich ihn an und er saß gerade auf dem Häcksler, weil eben jetzt gerade die Ernte begonnen werden musste. Hierin lassen sich Parallelen zum Stiftungsvermögen erkennen, denn einerseits braucht es diese Grundzüge und gibt es diese Basisparameter, die sind nicht anders als vor 100 Jahren. Andererseits sind die äußeren Rahmenbedingungen heute, in einer Welt in der wer über die Post-Industrialisierung, den Ersatz der menschlichen Arbeitskraft durch Maschinen und Schulden, die wenn ich sie in 100 Euro-Scheinen übereinander stapeln würde mehrere Erdumrundungen ergeben würden, reden und damit umgehen müssen. Natürlich ist das Spiel von Säen und Ernten auch in diesem neuen Kontext das gleiche wie eh und je, aber doch muss es auch mit der Zeit gehen. Allein darauf zu vertrauen, dass beispielsweise die Regel zum Gertrudentag immer gilt, so wie das früher vielleicht gewesen sein mag, ist heute zu wenig: Sonniger Gertrudentag, Freud’ dem Bauer bringen mag.

In diesem Sinne haben wir wieder versucht, ein paar Ideen rund um das richtige Säen im Stiftungsvermögen zusammenzutragen und unserem Club der 25 auf den Zahn gefühlt, was es Neues gibt und wie das erste Halbjahr gelaufen ist – ob die Saat aufgegangen ist bzw. weiter aufgehen wird. Denn wie hieß es im Lateinischen so schön: Wie du säst, so wirst Du ernten.

Viel Spaß beim Säen und ernten wünscht Ihnen
Ihr Saat- und Erntehelfer

Tobias Karow
Herausgeber
t.karow@stiftungsmarktplatz.eu

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