FondsFibel 2021

Neu im Stiftungsfonds-Kosmos

Bantleon Select Infrastructure

Nachhaltigkeit und Ertrag für das Stiftungsportfolio

Text: Stefan Preuß, Lesezeit: 5min27

So! geht Nervenschonung heute: Ohne Basis-Infrastruktur ist die Welt kaum vorstellbar. Selten also war ein Investment-Case einleuchtender. Der aktiv bewirtschaftete Select Infrastructure von Bantleon konzentriert sich dabei auf europäische Unternehmen.

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Investitionen in Infrastruktur rücken zunehmend in den Fokus von Stiftungen, denn Werte aus dem Segment Basis-Infrastruktur gelten als stabiler als der breite Aktienmarkt. Das zeigte sich während der globalen Finanzmarktkrise 2008/2009 ebenso wie während der Coronavirus-Krise 2020, als der europäische Aktienmarkt gemessen am Eurostoxx50 von Jahresbeginn bis Ende März um mehr als 26% einbrach, während Infrastruktur-Aktien besser abschnitten. Der Infrastructure Select von Bantleon, der in börsennotierte Infrastrukturwerte in Europa investiert, korrigierte um etwa 16%, also 10% weniger als der breite Aktienmarkt – und erholte sich zeitnah.

Weitgehende Entkoppelung von der Konjunktur angenehm

Infrastruktur-Unternehmen agieren weitestgehend unabhängig von übergeordneten geopolitischen Spannungen, wie beispielsweise der Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China. Zudem bietet Infrastruktur insbesondere im auf absehbare Zeit manifestierten Niedrigzinsumfeld Zugang zu verschiedenen strukturellen Wachstumsthemen.

So zählen Infrastruktur-Unternehmen zu den großen Profiteuren von langfristigen Trends wie dem digitalen Wandel sowie der Energiewende. Unter dem Strich ist im Segment Basis-Infrastruktur langfristig eine eher bessere Wertentwicklung zu erwarten als beim breiten Aktienmarkt, einzelne von der Pandemie betroffene Branchen wie Flughafenbetreiber einmal ausgenommen, aber dafür gibt es ja ein aktives Fondsmanagement. Niedrigere Drawdowns können die Nerven Stiftungsverantwortlicher schonen, und die Aussicht auf regelmäßig hohe Dividenden stellt ein weiteres Pro-Argument dar.

Auf einen Blick

Fondsart: reiner, globaler Aktienfonds mit Unternehmen der Basis-Infrastruktur, Schwerpunkt Europa.

ISIN: LU1989515793

Ausschüttung: Im Juni 2019 aufgelegt, Ausschüttung Ende 2020 ca. 4%. Das Niveau erscheint langfristig machbar, ggfls. noch ausbaubar.

Gut zu wissen: Attraktives Vehikel für Stiftungen, die Aktien nutzen, das aber konservativ angehen wollen.

Einschätzung: Aktives Management, Nachhaltigkeitsfilter, Anlageuniversum dürfte weniger mit Kapitalmarkt korrelieren als andere Themen, ansehnliche Ausschüttungen realistisch, im Prinzip einfach zu verstehen: Interessantes und attraktives Produkt für Stiftungen.

Ansprechpartner für Stiftungsverantwortliche: Ulf Möller, ulf.moeller@bantleon.com

Janssen Stiftung

Geschäftsmodelle mit hohen Markteintrittsbarrieren bevorzugt

Der Auswahlprozess des Fonds ist auf die vorgenannten Ziele ausgerichtet, indem er Unternehmen bevorzugt, die unangefochtene Geschäftsmodelle mit hohen Markteintrittsbarrieren betreiben, langlebige Verträge mit repetitiven Cashflows besitzen, Robustheit gegenüber Konjunkturschwankungen aufweisen und die Möglichkeit für Vertragsanpassungen zum Ausgleich der Inflation besitzen. Vor allem Versorger und Telekommunikationsunternehmen behaupten sich im aktuellen Marktumfeld, so dass sie in den Top Ten des Fonds zum Jahresende deutlich übergewichtet sind. Größte Position mit 6% sind EDP Renováveis aus Portugal, die ihren Schwerpunkt in der Windenergie besitzen.

Infrastrutture Wireless Italiane SpA (INWIT) mit 5,4% ist ein weiterer Top-Pick. Das in Mailand ansässiges Unternehmen arbeitet auf dem Gebiet der passiven Infrastruktur für Mobilfunktechnik, Rundfunk, Radio, andere drahtlose Dienste und private Mobilfunknetze. Wie vielfältig und breit die Investitionsopportunitäten im Infrastrukturbereich sind verdeutlicht das Engagement in Boskalis Westminster B.V. Zu deren traditionellen Geschäftsfeldern gehört das Baggern von Sand und Schlamm zum Zwecke der Freihaltung von Häfen und Fahrrinnen, die Landgewinnung und der Küstenschutz. Daneben finden sich bekannte Player wie Deutsche Telekom, Orange oder Iberdrola.

Externes Nachhaltigkeits-Rating

Bantleon nutzt für den Fonds externes Nachhaltigkeits-Rating. Als Grundlage für die Nachhaltigkeitsanalyse nutzt Bantleon die ESG-Ratings des Datenlieferanten MSCI ESG Research. So soll die Einhaltung ethischer Unternehmensgrundsätze wie der UN-Global-Compact-Richtlinien, der Sustainable Development Goals der UN sowie die Analyse von Reputationsrisiken gestärkt werden.

In das Ausgangsuniversum werden nur Aktien von Unternehmen aufgenommen, die einen möglichst großen Anteil ihres Umsatzes und Gewinns im Bereich Basis-Infrastruktur erzielen, in regulatorisch sicheren Ländern börsennotiert sind und dort den Großteil ihres operativen Geschäfts ausüben sowie festgelegte Kriterien für Bilanzqualität und Nachhaltigkeit erfüllen. Auf Sektorebene werden Energieproduzenten mit einem hauptsächlich auf fossilen Brennstoffen und Nuklearenergie basierenden Energiemix ausgeschlossen. Dies betrifft vornehmlich Segmente des traditionellen Energiesektors, wie Ölexploration, und -produktion.

Zusammengefasst

Die Integration umfassender Nachhaltigkeitskriterien macht das ohnehin für Stiftungen interessante Fondskonzept noch attraktiver. Wichtig in diesen volatilen Zeiten: Der Fonds kann flexibel auf veränderte Kapitalmarktbedingungen reagieren und wird sehr aktiv bewirtschaftet. Die Ausschüttung des 2019 aufgelegten Sondervermögens war im Dezember 2020 mit 3,89 EUR ansehnlich, da dies bei Kursen um 98 EUR einer Ausschüttungs-Rendite von praktisch 4% entspricht.

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